BlackBerry-Tablet: Touchscreen als Hürde

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Blackberry: Touch-Geräte bisher kaum überzeugend (Foto:rim)
BlackBerry: Touch-Geräte bisher kaum überzeugend (Foto: RIM)

Die Tablet-Manie kennt kein Ende. Früher als erwartet steigt nun auch BlackBerry-Hersteller Research in Motion (RIM) in den Ring. Bereits kommende Woche soll laut Wall Street Journal das 7″ Gerät auf einer Entwicklerkonferenz in San Francisco präsentiert werden.

Marktanalysten bezweifeln allerdings, ob RIM mit einem überzeugenden Touchscreen-Konzept aufwarten kann. „Die touchbasierten Blackberry-Geräte wie das Storm waren bisher kaum erfolgreich. Es bleibt also abzuwarten, wie RIM die damit zusammenhängenden Usability-Probleme bei einem Tablet lösen kann“, erklärt Screen-Digest-Analyst Julien Theys.

QNX als Betriebssystem
Als sicher gilt, dass RIM bei seinem Tablet-Erstling nicht auf das aktuelle BlackBerry 6 OS setzen will, sondern auf eine neue Plattform des kürzlich erworbenen Softwareherstellers QNX. „Derzeit weiß niemand, was es mit diesem Betriebssystem wirklich auf sich hat. Andererseits musste sich RIM etwas neues einfallen lassen, denn das in die Jahre gekommene BlackBerry OS kann die gesteigerten Tablet-Anforderungen sicherlich nicht mehr erfüllen“, ist Theys überzeugt.

Das unter dem Namen BlackPad bzw. Surfbook gehandelte Tablet soll mit Kamerafunktionalitäten, Bluetooth und Breitbandzugang ausgestattet sein. Ob RIM ein Sim-Karten-fähiges Modell anbieten wird, scheint derzeit aber noch ungewiss. Als Vorteil für RIM werten Analysten die starke Verankerung im Business-Segment, das schon bisher wesentlich zum Erfolg von Apples iPad beigetragen hat.

Tastatur als Segen und Fluch
Kaum Hinweise gibt es hingegen, ob RIM dem Tablet einige spezielle Funktionen spendieren wird, welche die sichere Integrierung in Firmennetzwerke ermöglicht. Auch über eine mögliche physische Tastaturlösung – ein weiterer Pluspunkt der meisten BlackBerry-Geräte – ist nichts bekannt. „Die komfortablen Keyboards haben sich für BlackBerry als Segen und Fluch erwiesen. Einerseits werden Leute, die physische Keyboards bevorzugen, sich eher RIM zuwenden. Anderseits läuft das Unternehmen Gefahr in dieser Nische stecken zu bleiben“, erklärt Screen-Digest-Analyst Theys im Interview.

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