„Kno“: Riesen-Doppeltablet statt Lehrbücher

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Kno: Großes Tablet für digitale Lehrbücher (Foto: kno)
Großes Tablet für digitale Lehrbücher (Foto: Kno)

Das US-Unternehmen Kno will noch dieses Jahr sein gleichnamiges Doppel-Tablet mit zwei 14,1-Zoll-Touchscreens auf den Markt bringen. Dabei zielt das Unternehmen speziell auf Studenten ab.

„Das Kno wird die Bildung ins 21. Jahrhundert versetzen, mit einem All-in-One-Gerät und einer Lernplattform, die Studenten Zugang zu digitalen Lehrbüchern, Unterrichtsmaterial, E-Mail, Video, dem Web und mehr bietet“, sagt Babur Habib, CTO und Mitgründer von Kno.

Um das Riesen-Doppeltablet zu realisieren, hat Kno aktuell 46 Mio. US-Dollar an Finanzierung aufgestellt. Zu den Geldgebern zählt unter anderem das Venture-Capital-Unternehmen des Browser-Pioniers Marc Andreessen. Dieser sieht im Kno „das leistungsfähigste Tablet, das je gebaut wurde“, berichtet TechCrunch.

Lehrbuch 2.0
Mit den beiden großformatigen Displays, die Seite an Seite aufgeklappt werden, verspricht das Kno ein Leseerlebnis praktisch wie in einem echten Buch. Die Webkit-basierte Software ermöglicht Studenten auch, in digitalen Versionen von Lehrbüchern Notizen zu machen oder Passagen per Marker hervorzuheben wie in einem echten Buch. Zudem können User auch digitale Haftnotizen einkleben. Damit Studenten an ihre Lernunterlagen kommen, will Kno neben dem Gerät selbst eine Art iTunes für Lehrbücher anbieten, so Unternehmens-CEO Osman Rashid.

Zusätzlich zur digitalen Umsetzung des klassischen Lehrbuchs verspricht das Kno ein vollwertiges Tablet für den Web-Zugriff. Der Webkit-basierte Browser unterstützt dabei auch HTML5-Inhalte und Flash-Videos. Rashid stellt zudem in Aussicht, dass die Kno-Software auf die Dauer auch für andere Plattformen umgesetzt wird und Studenten somit ihre Unterlagen beispielsweise auf dem Desktop nutzen können. Nach Testläufen im Herbst soll das Gerät noch dieses Jahr für unter 1.000 Dollar auf den US-Markt kommen.

Tablets für die Bildung
Mit dem Ansatz, die Bildung durch Tablets und digitale Bücher zu revolutionieren, steht Kno keineswegs alleine da. Bereits im März hatte der Halbleiterhersteller Marvell mit dem „Moby“ein Tablet-Konzept vorgestellt, das klassische Schulbücher obsolet machen soll. Dieses Referenzdesign wurde inzwischen vom IT-Entwicklungshilfeprojekt One Laptop per Child übernommen. Das Marvell-Tablet bedient somit einen ganz anderen Markt als das Kno, das Studenten an US-Universitäten ansprechen soll.

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