Lego-Roboter durch Android-Applikation gesteuert

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Kinder sollen zum Programmieren animiert werden.

Besitzer des LEGO-Roboterkits NXT Mindstorm dürfen sich freuen. Ab sofort gibt es mit MINDdroid eine kostenlose Applikation, die Android-Smartphones in Steuerungskonsolen verwandelt. Einmal installiert und per Bluetooth mit dem NXT-Kit verbunden, kann der LEGO-Roboter direkt vom Handy aus gelenkt werden. Die Bedienung erfolgt mittels Drehen und Kippen des Handyscreens. Mithilfe der Befehlstaste kann zudem der Motor für Zusatzfunktionen gestartet werden.

Android-App kontrolliert Roboter
Android-App kontrolliert Roboter (Foto: LEGO)

„Die Applikation ist ursprünglich entstanden, da ich Jugendlichen einen spielerischen Zugang zum Programmieren und zur Technik ermöglichen wollte“, teilte der österreichische HTL-Professor Günther Hölzl mit . Hölzl zeichnet maßgeblich für die Entwicklung der Applikation verantwortlich, die mittlerweile auch vom Lego-Mindstorms-Team offiziell abgesegnet und freigegeben wurde.

Neben dem Herunterladen der Applikation über den Android Market haben die Entwickler die Applikation unter der GPLv3-Lizenz zur freien Modifikation bereitgestellt. Laut Hölzl steht die Entwicklung der Applikation erst am Anfang. So habe man bereits eine Erweiterung getestet, die es Kindern und Jugendlichen ermöglicht, selbst programmierten Code auf dem Roboter auszuführen, der wiederum mit der Handyapplikation kommuniziert. Auch die Ansteuerung mehrerer NXT-Kits, um eine komplexere Aufgabe zu lösen, sei vorstellbar so Hölzl.

Während bei der MINDdroid-Applikation das Handy derzeit nur zur Steuerung von Robotern verwendet wird, gehen andere Roboter-Tüftler noch weiter. Unter der Plattform Cellbots.com haben sich eine Reihe von Hobby-Bastler versammelt, die Smartphones als Herzstück in ihre Roboterkreationen verbauen. „Aktuelle Smartphones verfügen über viele Sinne wie Berührung, Hören, Sprache, Vibration, brauchen aber Beine oder Räder, um sich in frei herumkurvende Roboter zu verwandeln“, so die Betreiber der Seite.

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