Senkrechtstarter Drohne „DelftAcopter“ Hybrid aus Flugzeug & Helikopter

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Der "DelftAcopter" vereint Flugzeug und Helikopter. (Foto: tudelft.nl)

Forscher der Delft University of Technology haben eine Drohne entwickelt, die Helikopter und Flugzeug miteinander vereint. Der sogenannte „DelftAcopter“ hebt zwar ab wie ein Helikopter, neigt sich dann aber um 90 Grad und fliegt horizontal wie ein Flugzeug. Der Hybrid nutzt dazu nur ein einziges Rotorblatt, wodurch er federleicht ist und große Distanzen zurücklegen kann. Die Drohne ist zum Beispiel für Such- oder Rettungsaktionen im Meer einsetzbar.

Autonomes fliegen
Dank GPS, Bewegungssensoren und Computervision-System ist der DelftAcopter völlig autonom. Das Hightech-Sichtsystem ermöglicht ihm das Auswählen eines sicheren Landeplatzes. Der Prototyp wiegt 4 Kilogramm und kann bis zu 100 Kilometer pro Stunde zurücklegen. Dank des effizienten elektrischen Motors kommt die Drohne bis zu einer Stunde ohne externe Stromquelle aus. Herkömmliche Quadro-Copter wie z. B. die DJI Phantom 4 schaffen lediglich bis zu 28 Minuten in der Luft zu bleiben und sind nicht schneller als 72 Kilometer pro Stunde.

Der DelftAcopter ist eine Doppeldecker-Drohne. Die doppelten Flügel vermindern den Einfluss des Windes beim Abheben und Landen. Das einzelne, große Rotorblatt dient als Antrieb und zwei kleinere Rotoren sorgen für Stabilität. Die Flügelspannweite beträgt in etwa 1,6 Meter.

„Unsere Hybrid-Drohne bietet im Vergleich zu Quadro-Coptern mehrere Vorteile“, sagt Projektleiter Bart Remes gegenüber moobilux.com. Der wichtigste bestehe im Einsparen von Gewicht. „Wir nutzen den gleichen Propeller für den Schwebeflug wie für den Vorwärtsflug“, so Remes weiter.

Ähnlichkeit mit Flugzeug
Zu den weiteren Vorteilen zählt, dass die verbaute Technologie des DelftAcopter Energie spart und dadurch die Reichweite erhöht. Da die Drohne überdies als Flugzeug konstruiert wurde, kann sie auch weitere Distanzen als ein Helikopter zurücklegen.

„Wir wollten eine Hybrid-Drohne entwickeln, die so nah wie möglich an ein Flugzeug herankommt. Aus diesem Grund haben wir auf zusätzliches Gewicht verzichtet“, resümiert Remes abschließend.

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