Magna beendet seine Allianz mit Lyft

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Konzern will stärkeren Fokus auf Assisted Driving legen - Vollautonome Autos erst ab 2030 (Bild: Magna)
Konzern will stärkeren Fokus auf Assisted Driving legen - Vollautonome Autos erst ab 2030 (Bild: Magna)

Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna International hat seine Partnerschaft mit dem US-Fahrdienstvermittler Lyft zur Entwicklung von autonomem Fahrenden Autos beendet. Statt auf komplett selbstfahrende Autos zu setzen, will Magna sich in den kommenden Jahren stärker auf die Assisted-Driving-Technologie konzentrieren.

„Nach zwei erfolgreichen Jahren unserer Partnerschaft werden wir künftig Zulieferer in unterschiedlichen Bereichen des autonomen Fahrens für das Unternehmen sein. Das vollautonome Fahren wird erst im Jahr 2030 bei etwa sieben Prozent der Fahrzeuge vollkommen implementiert sein. Momentan liegt unsere strategische Ausrichtung bei Level 2 und Level 3 des autonomen Fahrens“, sagte ein Magna-Sprecher gegenüber moobilux.

Bei Level 2 des autonomen Fahrens assistiert das Fahrzeug dem Fahrer dabei, die ideale Geschwindigkeit einzuhalten und genügend Abstand zu anderen Autos zu halten. Zudem kann das System beim Lenken helfen und das Auto in seiner Spur halten.

Bei Level 3 kann das Auto technisch gesehen zwar schon autonom fahren, jedoch nur unter idealen Fahrbedingungen. Auf diesem Level muss immer noch ein menschlicher Fahrer am Steuer sitzen und in bestimmten Fällen selbst übernehmen. Erst Level 5 bedeutet komplett autonomes Fahren.

Magna begann seine Partnerschaft mit dem Uber-Konkurrenten Lyft im Jahr 2018 und investierte 200 Mio. US-Dollar in den Fahrdienstvermittler. Der Automobilzulieferer rechnet im Jahr 2020 mit geringeren Absätzen als 2019, was das Unternehmen vor allem auf den stärkeren US-Dollar zurückführt. Doch mit dem Ende der Partnerschaft und den dadurch geringeren Ausgaben für autonomes Fahren sollen sich die operativen Margen 2020 verbessern. Ab dem Jahr 2022 prognostiziert Magna wieder höhere Absätze.

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