BNetzA erteilt Starlink Frequenznutzungsrechte in Deutschland.(Bild: Wikipedia)
BNetzA erteilt Starlink Frequenznutzungsrechte in Deutschland.(Bild: Wikipedia)

Die Bundesnetzagentur, kurz BNetzA hat dem US-amerikanischen Satellitensystem Starlink von Elon Musk die Frequenznutzungsrechte in Deutschland genehmigt. In der Pressemitteilung der BNetzA heißt es, dieses sei die Erste Frequenzzuteilung für die Satelliten-Mega-Konstellation in Deutschland.

Breitbandiges Internet via Satellit
Starlink will mit dem satellitengestützten System breitbandiges Internet weltweit zugänglich machen. Besonders interessant ist diese in Deutschland für ländliche Regionen, die bisher noch vom breitbandigen Internet abgeschlossen sind. Besonders ist das das Starlink-System ähnlichen Latenzzeiten wie terrestrische Netzen bieten soll.

Auf- & Ausbau
Derzeit befinden sich ca. 900 der geplanten 1.584 Starlink-Satelliten (1. Ausbaustufe) in einem erdnahen Orbit. Laut Wikipedia sind von Starlink im Endausbau (3. Ausbaustufe) mehr als 30.000 Satelliten geplant.

In der dritten Ausbaustufe möchte SpaceX das Unternehmen hinter Starlink bis zu 7.518 Satelliten in Polarorbits in 340 km Höhe befördern. Zudem gibt es Anträge für 30.000 zusätzliche Satelliten auf einer Bahnhöhen von 328 bis 614 km. Vorteile der relativ geringen Höhe sind kurze Signallaufzeiten in den Datenverbindungen.

Die Satelliten geben ihre Zuständigkeit für ein Gebiet kontinuierlich an andere Satelliten weiter. In einer späteren Ausbaustufe sollen die Starlink-Satelliten untereinander mit einer Laserlink genannten Technologie vernetzt werden, um Daten ohne Kontakt zu einer Bodenstation austauschen zu können.

Störungsfreier Betrieb
Die Frequenzzuteilung enthält Regelungen, die die Koexistenz und den störungsfreien Betrieb mit anderen Anwendungen im gleichen und benachbarten Frequenzbereich sicherstellt, unter anderem mit Richtfunk, der Radioastronomie und mit geostationären Satellitenanwendungen.

Aufgrund der Neuartigkeit der Starlink Satelliten-Konstellation ist die Frequenzzuteilung zunächst auf ein Jahr befristet, um bei der anschließenden längerfristigen Frequenzzuteilung erforderlichenfalls Anpassungen vornehmen zu können. Neben der Frequenzzuteilung für das Satellitenfunknetz hat Starlink Frequenzzuteilungen für mehrere Erdfunkstellen in Deutschland erhalten, die als Gateways den Übergang und die Verbindung mit dem Internet sicherstellen.

Die detaillierten Bestimmungen für das Satellitenfunknetz werden im nächsten Amtsblatt der Bundesnetzagentur am 23. Dezember 2020 veröffentlicht.

Vorheriger ArtikelSpaces – Twitter erprobt Audio-Chatrooms
Nächster ArtikelVerbraucherzentrale warnt vor Fake-Shops
Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here