Die Bundesnetzagentur schlägt vor, bei einer Neuvergabe den gesamten 800-MHz-Bereich einem Betreiber zu überlassen, bei dem alle anderen ihre Netzdienste einkaufen. Das geht aus einer öffentlichen Anhörung der Behörde hervor, die „Grundsätze und Szenarien für das weitere Vorgehen ausloten“ will. Danach ist „ein Betreiber-Modell 800 MHz“, eines von fünf möglichen Szenarien für die Regulierungsbehörde.

Die Ausschreibung an einen Betreiber oder ein Konsortium solle mit der Auflage gekoppelt sein, eine technisch effiziente Grundversorgung in der Fläche bereitzustellen. Auch Neueinsteiger seien hier willkommen. In Deutschland liegt bei 800 MHz der LTE-Coverage-Layer für die Versorgung auf dem Lande.

Die nächste anstehende Frequenzauktion soll im Jahr 2023 oder 2024 abgehalten werden. Ende 2025 laufen die Nutzungsrechte für einige wichtige Frequenzbereiche aus. Versteigert oder neu vergeben werden soll das Spektrum bei 800 Megahertz, 1.800 Megahertz und 2,6 Gigahertz. Diese Frequenzen sind heute bereits für LTE im Einsatz. In Deutschland liegt bei 800 MHz der LTE-Coverage-Layer. 1,8 GHz dient als GSM/LTE Capacity Layer und 2,6 GHz ist ebenfalls ein Capacity Layer.

Bundesnetzagentur stellt fünf Modelle vor

Die Deutsche Telekom und Vodafone wollen eine Verlängerung der bestehenden Vergabe durchsetzen und versuchen, eine neue Auktion zu verhindern. Im ersten Szenario schlägt die Bundesnetzagentur ein neues Versteigerungsverfahren vor, das zweite Modell geht von einer Verlängerung bei 800 MHz aus. Das vierte Szenario spielt eine Kombination aus Verlängerung und Versteigerung durch. Zuletzt wird die Vergabe sämtlicher verfügbaren Frequenzen in einem Ausschreibungsverfahren durchgespielt. Bei drei Frequenzpakete zu jeweils 2 x 10 MHz sei aber ein chancengleicher Zugang für Neueinsteiger nicht garantiert.

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