Bundesnetzagentur fördert 5G-Campusnetze

Die Bundesnetzagentur hat heute Regelungen veröffentlicht, nach denen Betreibern von lokalen nichtöffentlichen Mobilfunknetzen Internationale Kennungen für Mobile Teilnehmer (IMSIs) und andere Netzkennungen zugeteilt werden können.

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. (Bild: BNetzA)
Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. (Bild: BNetzA)

„Mit eigenen Nummernzuteilungen für lokale 5G-Netze geben wir dem Aufbau von privaten Campusnetzen am Industriestandort Deutschland noch mehr Planungssicherheit und unterstützen den störungsfreien Betrieb. Die Bundesnetzagentur nimmt mit der Nummernbereitstellung für private Netze in Europa eine Vorreiterrolle ein“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Förderung der Digitalisierung

Der Betrieb eines Campusnetzes steht bei vielen Unternehmen im Zusammenhang mit der Einführung neuer, digitaler Geschäftsprozesse. Die Bereitstellung der Nummern stellt einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung dar. Sie kommt sowohl großen Industrieunternehmen als auch kleinen und mittelständigen Unternehmen (KMU) zugute, die private Campusnetze mit eigenen Zuteilungen von Breitband-Frequenzen und Nummern betreiben wollen. 

Bedarfsgerechte Nummernzuteilungen

IMSIs werden benötigt, um Endeinrichtungen in Campusnetzen mit heute verfügbarer Mobilfunktechnik zu adressieren. 
Bisher standen für Betreiber von nichtöffentlichen Campusnetzen vor allem von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) zur allgemeinen Nutzung bereitgestellte IMSIs zur Verfügung. Bei bestimmten Anwendungen erfüllen diese aber nicht die bestehenden Anforderungen. Die Individualzuteilung von IMSIs und speziellen Netzkennungen für fünf verschiedene international standardisierte Arten der Identifizierung von Mobilfunknetzen ermöglicht es nun, Netze sicherer zu differenzieren. Außerdem kann die Zuteilung ungewollte Einbuchungsprozesse verhindern. Dies erweitert die Anwendungsfelder nichtöffentlicher Campusnetze. Zum Campusnetz-Nummernbedarf und den Bereitstellungsmöglichkeiten hatte die Bundesnetzagentur mehrere öffentliche Anhörungen durchgeführt. 

Antragsverfahren eröffnet

Seit November 2019 stellt die Bundesnetzagentur für Campusnetze Mobilfunkfrequenzen im Bereich von 3.700 bis 3.800 MHz bereit. Derzeit gibt es rund 200 Zuteilungsnehmer. Diese können ab dem 24.02.2022 Zuteilungen von 10.000er Teilblöcken des IMSI-Blockes „262 98“ und benötigte weitere Netzkennungen bei der Bundesnetzagentur beantragen.

„Vodafone-Pass“ verstößt gegen EU-Recht

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Der sogenannte „Vodafone-Pass“, mit dem Kunden ausgewählte Apps ohne Anrechnung auf das vereinbarte Datenvolumen nutzen können, ist mit dem EU-Recht nicht kompatibel. So hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Verfahren des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) entschieden.

Der Pass sah bisher vor, dass die Nutzung der Partner-Apps auf einem anderen Gerät mittels Hotspots („Tethering“) auf das Datenvolumen angerechnet wurde. Der vzbv sah darin einen Verstoß gegen die Endgerätefreiheit in Art. 3 Abs. 1 TSM-VO und klagte zunächst vor dem Landgericht Düsseldorf.

Im September 2021 hat der EuGH nach Vorlage durch das Berufungsgericht, dem OLG Düsseldorf, entschieden, dass die Ausgestaltung des Vodafone-Passes grundsätzlich gegen Art. 3 Abs. 3 TSM-VO verstößt und damit auch die vom vzbv angegriffene Klausel. Anbieter von Internetzugangsdiensten müssen den gesamten Datenverkehr ohne Einschränkungen und Diskriminierungen gleichbehandeln.

Ein Zeichen für Netzneutralität

Klaus Müller – Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband. (Bild: vzbv)

„Das EuGH-Urteil gegen den Vodafone-Pass setzt ein Zeichen für Netzneutralität und ist ein Sieg für den Verbraucherschutz. Der EuGH bestätigt die Position des vzbv, dass ausgewählte Produkte, die ein bestimmtes Konsumverhalten privilegieren, den Internetverkehr einschränken und diskriminieren. In ihrer jetzigen Form haben Zero-Rating-Produkte wie der Vodafone-Pass nichts mit einem freien Internet für alle Verbraucher zu tun“.

So Klaus Müller Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband

o2 Deutschland startet Open-RAN Piloten in Berlin

Als erster deutscher Netzbetreiber hat O2 Telefónica in seinem kommerziellen Netz einen Open RAN-Intelligent Controller (RIC) von Nokia mit einem Mobilfunk-Cluster verbunden. In den kommenden Monaten wird die künstliche Intelligenz des RIC das Mobilfunknetz für Kunden im Berliner Stadtteil Hellersdorf eigenständig optimieren.

Die ständige Überprüfung und Optimierung eines Mobilfunknetzes mit seinen vielen tausend Mobilfunkanlagen ist ein wesentlicher Vorteil für Mobilfunkkunden, da diese so in den Genuss einer stets optimalen Netzabdeckung und Mobilfunkversorgung kommen.
Diese Aufgabe übernimmt in Teilen ein neues Technikelement im O2-Netz: Der RAN Intelligent Controller (RIC) von Nokia.

Schaubuild RAN Intelligent Controller. (Bild: Telefónica)

In einer ersten Phase wird der RIC ein ungewöhnliches Verhalten von Funkzellen erkennen, basierend auf den umfangreichen Protokolldaten des Netzes, die der RIC von diesen Zellen erhält. Diese Daten enthalten keine Nutzerinformationen. Dank der enormen Rechenpower analysiert der RIC viele Parameter gleichzeitig und ist damit schneller als jeder Mensch.

An den neuen RAN Intelligent Controller in München sind seit Anfang Februar insgesamt elf Mobilfunkanlagen angeschlossen, die derzeit die Berliner Bevölkerung im Stadtteil Hellersdorf mit 5G, 4G/LTE und 2G/GSM versorgen. Aktuell befindet sich das RIC-System laut Telefónica Deutschland in der „Lernphase“, wie das Unternehmen heute in seiner Pressemitteilung schreibt.

Erklärung:
Das Radio Access Network (RAN) ist der Teil eines mobilen Telekommunikationsnetzes, der die drahtlose Verbindung zu den Endgeräten herstellt und den Zugang zum Kernnetzwerk ermöglicht. Alle Mobilfunktechnologien 2G, 3G, 4G und 5G verwenden RANs in technisch unterschiedlichen Varianten.

Im Wesentlichen bestehen diese aus den Basisstationen, Antennen, Software und entsprechender Sende- und Empfangstechnik in den Endgeräten. Bisher waren diese RANs immer an die proprietäre Technik der einzelnen Hersteller gebunden.

Das will die neue Initiative der O-RAN Alliance mit den Open-RAN ändern. Diese laufen auf Standardhardware mit offenen Schnittstellen und ohne proprietäre Software & Technik, was die Interoperabilität in den Radio Access Networks der Mobilfunknetze verbessern soll.

Aachener Netzwerkspezialist Devolo – Insolvenz in Eigenregie

Der deutsche Netzwerkspezialist Devolo AG ein Schutzschirmverfahren eingeleitet. Das teilte das Unternehmen aus Aachen am heutigen Montag mit. Bei einem solchen Insolvenzverfahren kann sich ein Unternehmen unter gerichtlichem Schutz selbst sanieren, wobei es weiter von seinem Management geführt wird.

Mit dem Schutzschirmverfahren macht Devolo aktiv einen Schritt zur langfristig positiven Entwicklung des Unternehmens. Dazu wird die Devolo AG während der kommenden Monate in enger Abstimmung mit seinen Aktionären und Beratern einen Restrukturierungsplan erarbeiten. Dieser wird die konkreten Maßnahmen zur Neuordnung des Geschäfts enthalten. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens läuft während des gesamten Restrukturierungsprozesses in vollem Umfang weiter. Alle Leistungen werden unverändert erbracht und die Gehälter der Mitarbeiter weitergezahlt. Geplant ist, die Sanierung binnen weniger Monate abzuschließen.

Der Schutzschirm ist ein bewährtes Restrukturierungsinstrument des deutschen Insolvenz-Rechts. Bei einem Schutzschirmverfahren bleibt die unternehmerische Verantwortung in den Händen der Geschäftsführung (Eigenverwaltung). Das ist jedoch nur in solchen Fällen möglich, in denen Unternehmen frühzeitig selbst tätig geworden ist und genügend Handlungsspielraum für eine Lösung besteht.

Heimvernetzung bleibt Wachstumsmarkt

Mittel- bis langfristig rechnen Geschäftsführung und Devolo Anteilseigner mit positiven Geschäftsaussichten. „Unser Kerngeschäft sowie das operative Business sind gesund. Zudem sind die Marktaussichten positiv“.

Heiko Harbers, Vorstand der Devolo AG

Mit seinen Produkten, die vorhandene Stromleitungen in Datenkabel verwandeln, gilt Devolo international als einer der Pioniere der Heimvernetzung. Bisher konnte das Unternehmen über 45 Millionen seiner Produkte ausliefern. Ende 2021 stellte Devolo den weltweit ersten Adapter vor, der die derzeit schnellste Powerline-Technologie mit dem neusten WLAN-Standard WiFi 6 kombiniert. Zudem führte das Unternehmen jüngst neue Lösungen in den Markt ein, mit denen sich die volle Leistung von Glasfaseranschlüssen ins Zentrum des Hauses transportieren lässt.

Aus für Googles kostenlose G Suite

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In dem Bestreben der Gewinnmaximierung hat Google seine kostenfreie „G Suite“ abgekündigt. Seit dem 6. Dezember 2012 konnten keine neuen Abonnements mehr unter dieser Version abgeschlossen werden.

Die Administratoren von bestehenden G Suite Konten wurden Anfang des Jahres per E-Mail über die Abschaltung informiert. Wer die Google-Dienste der vormals kostenlosen Version der G-Suite weiterhin nutzen will, ist gezwungen, auf ein kostenpflichtiges Google Workspace-Abo umzustellen. Die kostenlose Version der Google G Suite ist ab dem 1. Mai 2022 nicht mehr verfügbar.

Googles Admin-Info zur kostenpflichtigen Umstellung.

OnePlus 10 Pro mit 50 Mega Pixel Hasselblad-Kamera vorgestellt

In den vergangenen Tagen hat OnePlus endlich sein neues Flaggschiff-Smartphone vorgestellt. Das OnePlus 10 Pro ist ab heute, dem 13. Januar, in China für 4.699 Yuan, umgerechnet etwa 699 Euro in der kleinen, 64 GB Variante erhältlich. Das Spitzenmodell mit 12 GB RAM + 256 GB Speicher gibt es für 5.299 Yuan (ca. 735 Euro). Wann das neue Flaggschiff-Smartphone Europa kommt, ist bisher noch unklar.

Nachdem OnePlus sein neues Flaggschiff nun über mehrere Tage lang angeteasert hat, wurde das OnePlus 10 Pro offiziell vorgestellt. Gemessen am Preis wartet einem eine satte Ausstattung an. Unter der Haube verrichte der aktuelle Qualcomm-SoC-Snapdragon 8 sein Werk. Je nach Ausstattungsvariante stehen diesem 8 GB – 12 GB RAM und bis zu 256 GB Speicher zur Seite. 

Screenshot OnePlus 10 Pro Vorstellung.

Auf der Vorderseite ist ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Display mit HDR10+, abgerundeten Seiten und einer Aktualisierungsrate von bis zu 120 Hz verbaut. Die Auflösung beträgt 3.216 x 1.440 Pixel (QHD+), was eine Pixeldichte von 525 PPI ergibt. Die maximale Helligkeit beträgt laut Hersteller 1.300 Nits. Geschützt wird das Display durch Corning Gorilla Glass Victus.

Hasselblad-Kamera mit vielen Features

In der linken oberen Ecke des OnePlus 10 Pro hat der Hersteller eine 32-Megapixel-Frontkamera mit Sony IMX615 Sensor platziert. Noch spannender ist die neue Hasselblad-Kamera der zweiten Generation auf der Rückseite. Sie setzt sich aus einer Hauptkamera mit 48 Megapixel 1/1,43 Zoll Sony IMX789 mit OIS, einer 50 MP ISOCELL JN1 Ultraweitwinkel-Kamera mit 150 Grad Sichtfeld sowie einer 8 MP 3,3x OmniVision OV08A19 Telefoto-Linse mit OIS zusammen.

Screenshot OnePlus 10 Pro Vorstellung.

Alle drei Linsen ermöglichen die Aufnahme von 12-Bit-RAW-Bildern und 10-Bit-Videos. Neu an Bord ist unter anderem der RAW+-Modus, der einen größeren Dynamikbereich und eine bessere Rauschunterdrückung aufweisen soll. Dazu bietet die Hasselblad-Kamera verschiedene weitere Features wie Natural Color Optimization 2.0 und einen manuellen Videomodus, der volle manuelle Kontrolle über ISO-Stufen, Verschlusszeit und Weißabgleich in allen Phasen der Aufnahme ermöglicht.

Ausreichend Power

Damit einem unterwegs nicht der Strom ausgeht, verfügt das OnePlus 10 Pro über einen großen Akku mit 5.000-mAh. Per Schnellladefunktion soll sich der Akku binnen dreißig Minuten nahezu vollladen lassen. Neben Reverse Wireless Charging unterstützt das Flaggschiff natürlich auch 5G, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2, NFC und Dolby Atmos. Als Betriebssystem ist ColorOS 12.1 basierend auf Android 12 vorinstalliert.

FinTech Revolut erhält eigene Banklizenz

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Das FinTech Revolut mischt mit ihren niedrigen Gebühren und ihrer schlanken App die Bankenbranche auf. Die Neobank ging am Dienstag in Deutschland mit einer eigenen europäischen Banklizenz an den Start. Das bedeutet, dass die App bald auch in anderen Ländern in Europa, Asien und Afrika verfügbar sein wird.

Deutsche Kunden, die schon die Revolut App etwa zum Tausch von Währungen, Kauf von Edelmetallen oder zur Budgetverwaltung nutzen, profitierten bei einem Upgrade zur Bank von der gesetzlichen europäischen Einlagensicherung bis 100.000 Euro.

In der zweiten Jahreshälfte sei eine Bankniederlassung in Deutschland geplant, erklärte das Fintech in seiner Pressemitteilung. Bisher hat das Startup nur ein Büro in Berlin. Zudem werden man für deutsche Revolut-Kunden Sparprodukte und Kreditkarten einführen.

18 Millionen Privatkunden

Das Unternehmen Revolut wurde 2015 im Vereinigten Königreich mit dem Schwerpunkt auf internationalen Geldtransfers gegründet. Zuletzt wurde Revolut nach eigenen Angaben mit 33 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Unternehmen hat inzwischen rund 18 Millionen Privatkunden.

„Die Einführung von Revolut Bank in Deutschland wird unseren Kunden ein noch höheres Maß an Sicherheit und Vertrauen bieten und uns ermöglichen, in naher Zukunft eine Vielzahl an neuen Produkten und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen“.

Revolut-CEO Joe Heneghan

Revolut bietet seinen Kunden die Möglichkeit, für bestimmte Premiumfunktionen der App extra zu bezahlen. So kann man zum Beispiel dafür bezahlen, dass seine Transaktionen sicherer werden. Revolut hofft, dass sein Revolut Bank Service es den Menschen ermöglicht, Revolut für geschäftliche Zwecke zu nutzen, so dass sie es häufiger nutzen können.

Honor Magic V – erstes faltbares Smartphone der vormaligen Huawei-Tochter

Lenovo, Huawei, Oppo und Samsung haben bereits faltbare Smartphones im Portfolio. Nun hat auch die ehemalige Huawei-Tochter Honor mit dem „Magic V“ ein faltbares Telefon angekündigt. Das Magic V ist derzeit zwar nur für den chinesischen Markt angekündigt worden. Noch gibt es keinen Hinweis darauf, ob und wann das Honor Magic V auch nach Europa kommen wird.

Screenshot der Vorstellung des Honor Magic V.
Screenshot der Vorstellung des Honor Magic V.

Das Design des Magic V ist Vorbildern wie dem Samsung Z Fold3 oder dem kürzlich vorgestellten Oppo Find N nachempfunden: Das Display lässt sich nach innen falten, sodass das Telefon vertikal geklappt wird. Der rückwärtige zweite Bildschirm ermöglicht die Steuerung auch während das Gerät zusammengeklappt ist.

Großes Faltdisplay

Das zweite Display ist laut Honor 6,45 Zoll groß und hat eine Auflösung von 2560 x 1080 Pixeln mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz. Das Hauptdisplay, durch deren Mitte sich die Falz zieht, misst 7,9 Zoll, hat 90 Hertz und eine Auflösung von 2272 x 1984 Pixeln. Beide Displays sind damit größer als die des Find N der chinesischen Konkurrenz und des Z Fold3 von Samsung.

Innere Werte 

Das derzeit nur für China angekündigte Honor Magic V ist mit 12 GB RAM und 256 GB-Speicherplatz ausgestattet. Zudem lässt sich das Fassungsvermögen mit SD-Karten wie üblich erweitern. Im Inneren des Smartphones verrichtete der neue Snapdragon 8 mit 5G-Unterstützung sein Werk. Denn seit Honor nicht mehr zu Huawei gehört, darf das Unternehmen wieder Teile von US-Unternehmen beziehen. Dieses ist Huawei wegen der US-Sanktionen nach wie vor weitestgehend verwehrt.

Dies bedeutet auch, dass das Honor-Smartphone ein vollwertiges Android-Gerät ist. Sodas es mit der aktuellen Version von Googles Betriebssystem samt aller auf Apps und Google-Dienste wie z. B. Google Maps auf den Markt kommt. Wie lange Honors Handelsfreiheit Bestand hat, ist jedoch offen. Mehrere US-Abgeordnete bemühen sich seit dem vergangenen Jahr darum, auch Honor auf die Embargoliste zu setzen, auf der das ehemalige Mutterunternehmen Huawei aus China steht.

Preis & Verfügbarkeit 

Das Honor Magic V kommt in China in den drei Farben Schwarz, Space Silver und Burnt Orange auf den Markt. Die Variante mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher soll dort für 9.999 RMB (etwa 1.382 Euro) erhältlich sein. Die größere Version mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher soll dort 10.999 RMB (ca. 1.520 Euro) kosten. Ob und wann, dass Honor Magic V nach Europa kommt, ist offen, ebenso der mögliche Verkaufspreis hierzulande.

Die wichtigsten Änderung des Telekommunikationsgesetzes

Ab 1.12. tritt die Änderung des Telekommunikationsgesetzes in Kraft

Zum 1. Dezember 2021 tritt die Novelle des Telekommunikationsgesetzes in Kraft. Verbraucher haben dann das Recht Preise zu mindern. Zum Beispiel wenn die Internetgeschwindigkeit langsamer ist, als mit dem Anbieter vereinbart. 

Etwa die Hälfte der Haushalte mit Internetproblemen könnte aufgrund der Gesetzesnovelle den Anbieter in die Pflicht nehmen oder den Preis mindern.

Ergebnis der Umfrage des Magazins „Finanztip“

Denn nur rund 25 Prozent aller Internetznutzer bekommen zuhause die volle bestellte Leistung vom Internetanbieter. So surft ein Viertel nicht einmal mit der Hälfte der versprochenen Geschwindigkeit. Das bestätigen auch Erhebungen der Bundesnetzagentur.

Minderungsrecht bei zu langsamem Internet

Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher nicht die vertraglich vereinbarte Leistung ihres Internetzugangsdienstes erhalten, können sie zukünftig das monatliche Entgelt gegenüber ihrem Anbieter mindern oder den Vertrag außerordentlich kündigen.

Voraussetzung ist eine erhebliche, kontinuierliche oder regelmäßig wiederkehrende Abweichung bei der Geschwindigkeit zwischen der tatsächlichen und der vertraglich vereinbarten Leistung.

Wann konkret eine solche Abweichung im Festnetz vorliegt und zu einer Minderung oder einer außerordentlichen Kündigung berechtigt, legt die Bundesnetzagentur im Rahmen einer Allgemeinverfügung am 8. Dezember 2021 fest. Konkrete Vorgaben zum Nachweisverfahren stellt die Bundesnetzagentur zudem in einer Handreichung bereit.

Zeitgleich mit dem Wirksamwerden der Allgemeinverfügung am 13. Dezember 2021 stellt die Bundesnetzagentur eine überarbeitete Version der Breitbandmessung Desktop-App als Überwachungsmechanismus zur Verfügung. Mit der neuen App können Verbraucherinnen und Verbraucher ab diesem Zeitpunkt einen Minderungsanspruch oder ein außerordentliches Kündigungsrecht nach den neuen TKG-Regelungen gegenüber ihrem Anbieter nachweisen.

Für den Mobilfunk beabsichtigt die Bundesnetzagentur, im Jahr 2022 Vorgaben zur Konkretisierung einer Minderleistung zu machen und einen Überwachungsmechanismus zum Nachweis zur Verfügung zu stellen. Wir haben uns alle weiteren Änderungen angesehen und die wichtigsten Punkte hier zusammengefasst: 

Vertragslaufzeit & Verlängerung

Die Laufzeit für einen Telefon- oder Internetvertrag darf weiterhin maximal 24 Monate betragen. Wenn Verbraucher aber die Kündigungsfrist verpassen und der Vertrag sich automatisch verlängert, können man ihn jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen. Bevor sich ein Vertrag stillschweigend verlängert, muss der Anbieter rechtzeitig darauf hinweisen.

Vertragszusammenfassung 

Bevor ein Telefon- oder Internetvertrags abgeschlossen wird, muss der Anbieter den Verbrauchern eine klare und leicht verständliche Zusammenfassung der wichtigsten Vertragsbedingungen zur Verfügung stellen. Darunter fallen u. a. Leistungen, Preis, Laufzeit und die Kündigungsfrist. So können Kunden Angebote vergleichen und wissen, welche Leistungen ihr Vertrag beinhaltet. 

Telefonischer Vertragsabschluss

Verbraucherinnen und Verbraucher werden insbesondere bei Verträgen, die sie telefonisch abschließen, nun besser geschützt. Ein Vertrag wird erst wirksam, wenn Kunden im Nachgang an das Telefonat eine Vertragszusammenfassung erhalten und sie den Vertrag in Textform genehmigen. Eine einfache E-Mail reicht hierfür aus. 

Neue Rechte bei einer Störung 

Wenn der Telefon-, Internetanschluss oder Mobilfunkempfang gestört ist, haben Verbraucherinnen und Verbraucher einen gesetzlichen Anspruch, dass die Störung schnellstmöglich und kostenlos behoben wird. 

Kann der Anbieter die Störung nicht innerhalb eines Tages nach der Störungsmeldung beseitigen, muss er den Kunden spätestens am Folgetag informieren. Er muss angeben, welche Maßnahmen er eingeleitet hat und wann die Störung voraussichtlich behoben sein wird.

Verbraucherinnen und Verbraucher können ab dem Folgetag eine Ausfallentschädigung verlangen, wenn der Anbieter die Störung nicht innerhalb von zwei Kalendertagen beseitigen kann und keine Ausnahmegründe wie zum Beispiel höhere Gewalt vorliegen. Eine Ausfallentschädigung gilt auch dann, wenn der Anbieter einen vereinbarten Kundendienst- oder Installationstermin versäumt. 

Anbieterwechsel und Umzug

Wenn bei einem Anbieterwechsel, Umzug oder bei der Mitnahme einer Telefonnummer die Versorgung mit Telefon oder Internet für länger als einen Arbeitstag ausfällt, können Kunden ebenfalls eine Ausfallentschädigung verlangen, sofern die Kunden die Verzögerung nicht vereinbart oder zu verantworten haben. Auch hier besteht ein Anspruch darauf, wenn der Anbieter einen vereinbarten Kundendienst- oder Installationstermin versäumt hat.

Rufnummernmitnahme

Neu ist auch, wenn Kunden den Anbieter wechseln, können sie ab jetzt ihre Rufnummer kostenlos mitnehmen.

Recht auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten

Kunden haben einen Anspruch auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten. Dies umfasst ein Mindestangebot an Telefonie und einen schnellen Internetzugangsdienst zur wirtschaftlichen und sozialen Teilhabe. Die konkreten Werte zur Datenrate werden in einer gesonderten Vorgabe festgelegt, die jährlich durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur überprüft wird. Aktuell werden diese konkreten Werte anhand von Studien erarbeitet. Die o.g. Vorgabe wird voraussichtlich ab Juni 2022 veröffentlicht.

Ausführliche Informationen, weitere Änderungen sowie die Höhe der Entschädigungszahlungen finden Sie auf unserem Verbraucherportal unter: www.bundesnetzagentur.de/kundenschutz-aktuell

Das Nokia T20 im Test

Bei Android-Tablets denken die meisten Menschen in erster Linie an Samsung. Das liegt daran, dass es lange Zeit neben den Koreanern keinen anderen großen Hersteller gab. Doch mit der Pandemie kam durch Homeschooling und Home-Office frischer Wind in den Tablet-Markt, von dem nicht nur Apple profitiert. 

Denn in jüngster Zeit kamen vermehrt Android-Tablets auf den Markt. Das preiswerteste von ihnen ist in doppelter Hinsicht ein Novum. Denn das „Nokia T20“ ist das ersten Android-Tablets das finnischen chinesischen Smartphone Herstellers HMD Global und mit einem UVP ab 230,- Euro, mit Abstand das derzeit preiswerteste Gerät am deutschen Tablet Markt.

Seit der Vorstellung des Nokia Tablets am 6. Oktober in Berlin sind nun schon ein paar Tage vergangen. Genug Zeit für die moobilux-Redaktion sich den Neuling etwas genauer anzusehen. Neben dem günstigsten Preis fällt beim Nokia T20 vor allem der verbaute Prozessor auf. Denn bei diesem System-on-a-Chip (kurz SoC, Anm. d. Red.), handelt es sich um einen nahezu unbekannten Chipsatz des Herstellers Unisoc. Das sich HMD Global ausgerechnet für den unbekannten Unisoc-T610-Prozessor entschieden hat und nicht für den eines der Marktführer eines wie Qualcomm oder MediaTec hängt sich auch mit dem derzeitigen Mangel an Chips zusammen.

Innere Werte

Das Nokia T20 verfügt über ein 10,36“ großes Display. In dem ersten Nokia-Tablet verrichtet ein Unisoc-T610-Prozessor zusammen mit 4 GB Arbeitsspeicher sein Werk. Für das Speichern von Daten stehen dem Tablet 64 GB interner Speicher zu Seite, der sich per SD-Karte auf 512 GB erweitern lässt. Seine Energie bezieht das T20 aus einem festverbauten Akku mit 8.200-mAh. Der Akku wird per Schnellladefunktion via USB-C mit 15 Watt geladen. Als Betriebssystem kommt wie bei Nokia üblich ein pures Android in der Version 11 zum Einsatz. Der Kunde hat die Wahl zwischen einer Variante mit und ohne LTE. Für unseren Test haben wir die LTE-Version des Nokia T20 inklusive der passenden Hülle „Rugged Flip Cover“ von HMD Global zur Verfügung gestellt bekommen.

Anwendungsgebiete

Das Nokia T20 ist ganz offensichtlich auf die Nutzung durch Familien ausgerichtet und wird mit einer Kids Space App geliefert, mit der man das Gerät problemlos in Kinderhände geben kann. Das Kind kann hier kontrolliert und reguliert Spiele spielen, Surfen oder geeignete Medieninhalte ansehen. 

Mit einem Wisch verwandelt sich das Tablet Passwortgeschützt in ein Entertainment-Center für die Erwachsenen. Mit einem weiteren einfachen Wisch gelangt man in Google’s Entertainment Space, mit dem man auf einen Katalog von Fernsehsendungen, Filmen und Spielen zugreifen kann.

Arbeiten, Fotos & Bildbearbeitung

Das Nokia T20 ist nicht perfekt zum Arbeiten geeignet, denn es ist nicht besonders leistungsstark. Außerdem bietet HMD Global für das günstigste Tablet kaum passendes Zubehör an. So sucht man vergebens nach einem passenden Case mit integrierter Tastatur oder auch einem passenden Stylus. Das einfache Bearbeiten von Bildern ist mit dem Tablet hingegen kein großes Problem. Ebenso meistert das Android-Tablet Videokonferenzen ala Microsoft Teams, Google Meet oder Zoom ohne Problemlos. Einzig auf die virtuellen Hintergründe muss man bei den Apps auf dem günstigen Android-Tablet verzichten. Problematisch wird es hingegen, wenn es um aufwändigere Grafikanwendungen wie etwa Videobearbeitung geht. Hierfür ist das Nokia T20 schlichtweg nicht geeignet.

Spiele & Spaß

Spiele lassen sich weitestgehend problemlos auf dem Nokia T20 spielen, auch wenn es den einen oder anderen Ruckler bei der Grafik gibt, ist dieses kein Hinderungsgrund. Bei Spielen wie „Command & Conquer: Rivals“ oder „Plants vs. Zombies 2: It’s About Time“ merkt man ab und an die schwache Grafikleistung des günstigen Tablets. 

Filme & Videos 

Was wir jedoch als deutlich störender empfanden als die sporadischen Grafikruckler, war die Tatsache, dass das Tablett immer wieder gerne den Bildschirm automatisch dunkler stellt. Besonders nervig war dieses, beim Filme gucken bei Amazon Prime oder Netflix. Das Display regelt sich so weit runter, dass man auf dem Bildschirm des Tablets so gut wie nichts mehr erkennen kann. Das empfanden wir bei unserem Test als besonders störend, denn ein entspanntes Video gucken ist so nicht möglich. Es ist wahrscheinlich, dass es sich hier um einen Bug beim Treiber handelt. Bei anderen Android Geräten ist uns dieser nerdige Effekt noch nicht aufgefallen.

Fazit

Nachdem wir das Nokia T20 eine ganze Weile in Benutzung hatten, hat das preiswerte Android-Tablet, welches ab 230,- Euro ohne LTE bzw. 260,- Euro mit LTE erhältlich ist einen positiven Eindruck hinterlassen. Das Tablet ist praktisch für die ganze Familie nutzbar. Die Laufzeit des Akkus ist ordentlich und muss ich sich nicht hinter der des iPads verstecken. Jedoch ist das passende erhältliche Zubehör noch sehr übersichtlich. Insbesondere haben wir zum richtigen Arbeiten am Gerät ein physisches Bluetooth-Keyboard vermisst. Dieses könnte man doch eigentlich gut im Deckel des Nokia T20 Rugged Flip Covers unterbringen, was den Preis sicher nur gering verändert hätte. Schön wäre es auch, wenn HMD Global den Grafikbug mit der Helligkeitsteuerung schnell fixen würde, da dieser das Gesamtbild leider etwas trübt. Ansonsten ist das Nokia T20 ein gelungener Einstand im Tablet-Markt, der zeigt, dass es nicht immer ein Qualcomm oder MediaTec Chip sein muss.