What ever you are doing – do it „Mobile First“

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Eric Schmidt, scheidender CEO von Google, sprach auf dem DLD-Kongress Mitte Januar in München über die Chancen des aktuellen Technologie-Jahrzehnts – in Bezug auf Computerarchitekturen, Konsumentenangebote und die Monitarisierung. Schmidt betonte einmal mehr, dass Computer zu einem Gebrauchsgut werden und uns bei all jenen Aufgaben unterstützen, die wir machen wollen. Schmidt betonte einmal mehr, dass Computer zu einem Gebrauchsgut werden und uns bei all jenen Aufgaben unterstützen, die wir machen wollen. Schon heute finden sich Menschen weltweit zunehmend über Smartphones – und nicht mehr über den PC. Für Schmidt vergleichbar mit dem Beginn des Handyzeitalters Anfang der Neunziger.

Mit einem Blick auf die „Generic Natives“ verwies er darauf, dass die nach 2000 Geborenen heute praktisch rund um die Uhr online sind. Die „mobile Revolution“ – von Schmidt auf dem MWC 2010 in Barcelona mit „Mobile First“ pointiert –  dreht sich um Erreichbarkeit, um örtliche Nähe, um gemeinsame Aktivitäten und um die Verbindung untereinander. Als Konsequenz erwartet Schmidt, dass alle Geräte mit einem Prozessor online gehen müssen, um interessant zu sein und zu bleiben.

Damit war der langjährige Top-Manager bei Googles Erfolgsgeschichte rund um Android auf Smartphones und Tablet-PCs – mit weit über 300.000 neu eingecheckten Geräten pro Tag, 145 verschiedenen Devices bei 169 Mobilfunk-Carrieren in 96 Ländern. Schon in 2 Jahren wird der Absatz von Smartphones + Co. größer sein, als der von Notebooks und PCs. Die Nutzung des Internets auf mobilen Geräten wächst im direkten Vergleich 8 mal schneller, als die Nutzung des Internets auf PCs Mitte der Neunziger.

Ein wichtiger Treiber für den Erfolg des mobilen Internets ist laut Schmidt die von Schweden und Deutschland federführend promotete LTE-Technik. Sie ist Voraussetzung für das neue Top-Thema Video-Telefonie, das er für 2012 ankündigte. Ein weiteres Thema, dass durch Mobile Gerät erst möglich wird, ist die Echtzeit-Kommunikation in über 50 Sprachen – wie sie Google-Translate auf Android-Phones bereits anbietet.

Wie in seiner Keynote auf der IFA 2010 in Berlin hob Schmidt auf die Identifikation und Beschreibung von Bildern hin, wie Sie mit Google Goggles möglich ist. Als weiteren interessanten Anwendungsbereich erwähnte er die Möglichkeit, per „Ferndiagnose“ die Gesundheitsdaten von Patienten checken lassen zu können und damit eine neue Ära im Gesundheitswesen einzuläuten – schneller, zuverlässiger und kostengünstiger.

All dies ist durch die Kombination von leistungsstarken Mobilen Endgeräten, Netzwerken und Supercomputern heute möglich. Eric Schmidt verwies darauf, dass die Idee von „Information at your fingertips“ bereits 1995 von Microsoft-Gründer Bill Gates anlässlich der Markteinführung von Windows 95 auf der CeBIT in Hannover präsentiert wurde. Jetzt werden die Visionen durch die technischen Möglichkeiten Realität.

Als Fazit hob der Google-Chef hervor, dass die neuen Möglichkeiten uns persönlich die besten Ergebnisse bieten, in Sachen Kontent und Kontext – von der Syntax zur Symatik, von Worten zu deren Bedeutung – als persönlicher Service. Mit unserer Zustimmung per Login. Andererseits verändert das Internet ein Geschäftsmodell nach dem anderen – aus Sicht des Technologie-Managers der größte Umbruch seit mehr als 100 Jahren. Alte Industrien – z. B. der Medienvertrieb – würden nicht verschwinden, müssten sich jedoch erneuern.

Als positive Seite des Wandels nannte Eric Schmidt die Chance, jetzt Millionen von Nutzern jederzeit und überall zu erreichen. Dies sei die Chance für neue Geschäftsmodelle – mit jedem einzelnen User, mit Millionen Nutzern jeden Tag. In einem Satz: „The scale of the world“. Dabei sind die Kosten – z. B. für die Distribution von Medien – durch die heutigen Technologien extrem niedrig.

Insgesamt ist die heutige Zeit aus Sicht von Schmidt erst der Anfang von etwas Neuem – nicht das Ende einer Entwicklung. Wir sollten bereit sein, uns an die alltäglichen Dinge von Computern erinnern zu lassen und sie einfach zu vergessen, da unsere Smartphones – mit unserer Genehmigung – nichts vergessen. Dabei können wir nicht mehr verloren gehen, da wir mit unseren Freunden jederzeit verbunden sind.

Die Vision, die Informationen der Welt  zu organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar zu machen, wird Realität. Für jeden von uns, jederzeit, per Fingertip – und in jeder Sprache. Ein Prozess, der weit über das Thema Mobile hinaus geht und bis in die Poitik reicht. Eine spannende Keynote![pro-player width=’600′ height=’400′ type=’video‘]http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=-IGfBGHDHRc[/pro-player]

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