Exzessive Smartphone-Nutzung beschädigt Beziehungen

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Motorola-Razr (Foto: Motorola)

Junge Menschen, die ihre Mobiltelefone den ganzen Tag über exzessiv nutzen, laufen Gefahr, ihre sozialen Beziehungen zu schädigen, wie Forscher der Baylor University herausgefunden haben wollen. Das Mobiltelefon zersetze persönliche Beziehungen, sagt einer der Autoren gegenüber der Daily Mail. Forscher der University of Michigan behaupten zudem, dass der ständige Blick auf den Bildschirm der Handys ansteckend sei, wie Mashable.com berichtet. Erwachsene seien von beiden Phänomenen nur in geringerem Ausmaß betroffen, so die Wissenschaftler.

Motorola Razr (Foto: Motorola)

Über 100 SMS
Der durchschnittliche US-Teenager verschickt pro Tag 109,5 SMS, so die Baylor-Forscher. Durch Online-Aktivitäten wie E-Mail, Facebook und Co geht noch zusätzliche Zeit verloren. Darunter leiden angeblich die persönlichen Kontakte, da junge Menschen auch im Gespräch andauernd ihre Mobiltelefone prüfen. Die Studienautoren sehen darin gar eine Gefahr für die gesunde Entwicklung Jugendlicher. Ob die Teenies ihre Handys nur deshalb so exzessiv nutzen, weil sie jung sind, oder ob sie dieses Verhalten auch als Erwachsene weiter an den Tag legen, kann die Untersuchung nicht beantworten.

Cnet merkt jedenfalls an, dass verschiedene empirische Hinweise – wie etwa Handy-Verbote in einigen Restaurants – darauf schließen lassen, dass Erwachsene schon jetzt nicht viel besser sind als Teenager, was ihre Abhängigkeit vom Smartphone angeht. Diese Sucht soll laut den Forschern aus Michigan jetzt auch noch ansteckend sein. Ihre Experimente mit Studenten haben ergeben, dass junge Menschen im Schnitt 24 Prozent der Zeit, die sie mit Freunden verbringen, mit ihren Handys beschäftigt sind. Nutzte ein Gegenüber sein Mobiltelefon, stieg auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Probanden zum Smartphone griffen.

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