5G: Kanada will Ausrüstung von Huawei & ZTE verbieten 

Die kanadische Regierung hat ihre Pläne vorgestellt, die die Verwendung von Ausrüstung von Huawei und ZTE in den 5G-Netzen des Landes verbietet. Den Betreibern wird eine Frist bis zum 28. Juni 2024 eingeräumt, um die vorhandenen Komponenten zu entfernen und die entsprechenden Verträge über die betreuten Dienste zu kündigen.
 
Der Entwurf, der bisher noch nicht rechtskräftig ist, verbietet auch die Beschaffung neuer 4G- oder 5G-Ausrüstung von Huawei und ZTE und damit verbundene Dienste ab dem kommenden September. Die Betreiber werden außerdem verpflichtet, bestehende 4G-Ausrüstung der Hersteller bis Ende 2027 zu entfernen. Neben dem Verbot von Mobilfunksystemen will Kanada auch den Kauf bestimmter Glasfaser-Produkte beschränken. Dieser Teil des Gesetzentwurfs wurde jedoch nicht näher erläutert.
 
Der kanadische Minister für Innovation, Wissenschaft und Industrie, Francois-Philippe Champagne, begründete seine Entscheidung mit dem Argument der Sicherheit und erklärte, die Entscheidung sei nach einer gründlichen Überprüfung durch die unabhängigen Sicherheitsbehörden und in Absprache mit den engsten Verbündeten getroffen worden.
 
Die kanadische Regierung beabsichtigt, die Regeln in ihren neuen Regulierungsrahmen für die Sicherheit der Telekommunikation aufzunehmen und will das Telekommunikationsrecht des Landes ändern. Huawei und ZTE unterliegen bereits verschiedenen Beschränkungen durch mehrere der engsten Verbündeten Kanadas, darunter die USA, Großbritannien und Australien.

„Angesichts der stärkeren Vernetzung und Interdependenz der 5G-Netze hätte eine Verletzung oder Ausnutzung in diesem Umfeld größere Auswirkungen auf die Sicherheit der Kanadier und der kritischen kanadischen Infrastruktur als bei früheren Netzgenerationen“, so ein Sprecher der kanadischen Regierung.

Ein Sprecher der kanadischen Regierung.

Die Regierungsvertreter fügten hinzu, dass die Vorschläge und Zeitpläne Gegenstand von Konsultationen seien, einschließlich mit der Industrie über die Logistik der Umsetzung. Die beiden führenden kanadischen Mobilfunkbetreiber Telus und Bell hatten schon im Sommer 2020 angekündigt, ihr 5G-Netz mit Ericsson und Nokia auszubauen. Netzbetreiber setzten aber häufig auf eine Multi-Vendor-Strategie und damit auf mehrere Ausrüster.

Zurückweisung

Huawei und ZTE haben häufig bestritten, dass ihre Geräte ein Sicherheitsrisiko darstellen. In ihren Stellungnahmen erklärten beide Hersteller, dass Kanadas Vorschlag eher politisch motiviert, sei als durch echte Sicherheitsbedenken.

ZTE bezeichnete die Prämisse des kanadischen Plans als „höchst spekulativ“ und wies darauf hin, dass es Behörden in aller Welt offenen Zugang zu seinen Cyber-Sicherheitseinrichtungen gewährt und gleichzeitig die weitreichende Rolle seiner Technologie in den Bereichen Medizin, Wissenschaft und Bildung betont.
 
Huawei wies auch auf mögliche Nachteile für die kanadische Wirtschaft hin und stellte fest, dass seine Hard- und Software während seiner 13-jährigen Aktivität im Land „routinemäßig und genau von der Regierung und ihren Sicherheitsbehörden geprüft“ worden sei.

Deutsche Bahn gibt Großauftrag an HMD Global

HMD Global hat von der Deutschen Bahn einen riesigen Auftrag erhalten. Die Bahn kauft für ihre Fernverkehrssparte von HMD Global insgesamt 12.000 Nokia X20 Smartphones und 15.000 Nokia T20 Tablets ein.
 
Die Deutsche Bahn tauscht in der Fernverkehrssparte der DB Fernverkehr AG alle mobilen Geräte in ihrer Flotte aus. HMD Global alias Nokia aus Finnland hat den Zuschlag für den Großauftrag über insgesamt 12.000 Smartphones und 15.000 Tablets erhalten. Der Schwerpunkt der groß angelegten Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen scheint auf Nachhaltigkeit und Service zu liegen.
 
Laut HMD Global erhalten die an die Deutsche Bahn verkauften Nokia-Smartphones und -Tablets 4 Jahre lang garantierte Sicherheitsupdates. Damit wird ein längerer Lebenszyklus für die 12.000 Nokia X20 Smartphones mit Android 11 und die 15.000 Nokia T20 Android-Tablets sichergestellt. Zusätzlich wird HMD Global im Rahmen seiner „Let’s plant together„-Initiative über 100.000 Bäume in Kooperation mit Ecologi pflanzen.
 
Die Nokia X20-Smartphone (bei Amazon für 390,- Euro) und Nokia T20-Tablets (bei Amazon für 200,- Euro) für sind von Google im Rahmen von „Android Enterprise Recommended“ (AER) geprüft und damit von Google ausdrücklich für den professionellen Einsatz in Unternehmen empfohlen. Um die Einsatzdauer der mobilen Endgeräte zu verlängern, stellt HMD Global der Bahn vier Jahre lang monatliche Security-Updates und drei Software-Upgrades bereit.

Crowdfunding: Sicheres Volla Phone 22 sucht Unterstützer

Das Volla Phone 22 ist das perfekte Gerät für alle, die sich ein einfach nutzbares, sicheres und hilfreiches Smartphone wünschen. Mit dieser einzigartigen Kombination von Funktionen ist das Volla Phone perfekt für alle, die nach einer Alternative zum herkömmlichen Smartphone von Apple oder Google suchen.

Das Remscheider Startup „Hello Welt Systeme“ hat die zweite Generation seines sicheren Smartphones auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter vorgestellt. Das Volla Phone 22 ist nicht nur attraktiver und schneller, sondern enthält auch ein aktualisiertes Betriebssystem mit neuen einzigartigen Features für Smartphones. Mit seinen Innovationen Nutzungs- und Sicherheitskonzept hat das mobile Telefon einen Vorsprung vor Android und iPhone Geräten.

Sicherheit & Privatsphäre

Konsequenten Schutz der Privatsphäre bietet der spezielle Sicherheitsmodus von Volla OS. Geschützt durch ein Passwort, macht er das Volla Phone 22 zur digitalen mobilen Festung. Anwender können ihn aktivieren und dafür Apps festlegen, die ausgeblendet und deren Ausführung unterbunden werden soll.

Eine Firewall blockiert oder erlaubt den Aufruf bestimmter Webadressen. Ideal für Eltern, die mit guten Gewissen ihrem Kind ein Volla Phone 22 mitgeben können, sowie für alle, die Trackern in Apps keine Chance geben wollen. Weil der Sicherheitsmodus tief im System integriert ist, kann er zusammen mit dem vorinstallierten, aber optionalen VPN von hide.me betrieben werden.

Multi-Boot

Das Volla Phone 22 wird nicht nur eleganter und schneller, sondern ermöglicht nun mit der Multi-Boot-Funktion die Verwendung gleich mehrerer Betriebssysteme, darunter Sailfish OS oder Ubuntu Touch. Es ist das ideale Produkt für alle Puristen und Linux-Enthusiasten, die völlig unabhängig von Apple und Google sein möchten.

Hello Welt Systeme Gründer Dr. Jörg Wurzer. (Bild: Hello Welt Systeme)

„Mit dem Volla Phone 22 wollen wir den Anwendern ihre Freiheit zurückgeben. Jene Freiheit von der Zeit und Aufmerksamkeit, die heutige Smartphones einfordern“, so Hallo Welt Systeme-Gründer Dr. Jörg Wurzer.

Hello Welt Systeme

Dazu gehöre auch, dass man selbst entscheiden kann, welches Betriebssystem man nutzt und mit wem welche Daten geteilt werden. Schon mit dem Volla Phone hatte, dass Startup „Hallo Welt Systeme“ von Dr. Jörg Wurzer vor zwei Jahren das Konzept „Smartphone“ komplett neu gedacht. Die Kunden haben dank Multiboot die Wahl zwischen dem eigenen Betriebssystem Volla OS und der mobilen Linux-Alternative Ubuntu Touch oder Sailfish OS.

Während Volla OS eine neue intelligente Benutzerführung einführt, bieten alle Systeme konsequenten Respekt der Privatsphäre ihrer Nutzer. Benötigt ein Anwender eine Android-App, die für Ubuntu Touch oder eine Sailfish OS nicht verfügbar ist, steht das Volla OS bereit, das auf der quelloffenen Variante von Android basiert.

Weitere Neuheiten „Made in Germany“

Mit der zweiten Produktgeneration vollzieht das Jungunternehmen jetzt einen Evolutionssprung. Als erstes Smartphone führt das Volla Phone 22 für Volla OS einen Sicherheitsmodus ein, der Apps und Internetverbindung blockieren kann. Ebenfalls Premiere auf einem Volla Phone 22 hat die Multi-Boot-Funktion, mit der Anwender mehrere Betriebssysteme installieren, starten und erstmal testen können.
 
Die Hardware erhält in puncto Leistung ein umfangreiches Update, während das minimalistische Design mit eingelassenen Kameralinsen unter einer Glasrückseite das Volla Phone 22 noch eleganter erscheinen lassen und zugleich mit dem austauschbaren Akku eine noch höhere Nachhaltigkeit verspricht.

Erfolgskonzept

Das Konzept begeistert seit seiner Markteinführung Nutzer rund um die Welt: Tausende Volla Phones wurden seither in über 55 Länder der Welt verschickt. Es entstand eine internationale Community von Entwicklern und Nutzern. Ihre Anregungen und Ideen haben Dr. Wurzer und sein Team inspiriert, einen weiteren Evolutionssprung vorzubereiten: das Volla Phone 22.
 
Vorbestellungen des Volla Phone 22 mit Volla OS und Ubuntu Touch Volla OS sind über die Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter noch 21 Stunden zum Sonderpreis möglich. Schon jetzt hat die Kampagne das Funding-Ziel von Zehntausend Euro mehrfach überschritten. Bereits im Juni will der Hersteller die ersten Volla Phone 22 Geräte an seine Unterstützer ausliefern.
 

Honor Magic4 Pro kommt nach Deutschland

Auf dem Mobile World Congress 2022 in Barcelona wurde das neue Honor Magic4 Pro für China vorgestellt. Ende Mai erscheint das neue Honor-Flaggschiff offiziell in Deutschland und Europa. Unter dem Motto „State-of-the-Art-Technologie mit innovativem Design“ soll das neue Honor Magic4 Pro eines der Top-Smartphones des Jahres 2022 sein und jede Menge neue Features bieten.
 
Das Honor Magic4 Pro ist in Cyan und Schwarz ab 1.099 Euro erhältlich. Als offizieller Verkaufsstart wurde vom Hersteller der 31. Mai 2022 bestätigt. Doch bereits vorher startet Honor am 24. Mai 2022 mit dem Vorverkauf des neuen Geräts. Entsprechenden Aktionen finden vom 24. bis 30. Mai 2022 statt. Wir haben alle Infos zum neuen Flaggschiff von Honor.

Die Specs Honor Magic4 Pro

Das neue Honor Magic4 Pro ist mit topaktueller Technik ausgestattet. Das OLED-Display misst 6,7 Zoll und löst mit 2.848 x 1.312 Pixel auf. Die Bildwiederholrate wird dynamisch zwischen 1 und 120 Hz angepasst. Zudem ist der Bildschirm HDR-10+-fähig. Als Neuheit bietet das Honor Magic4 Pro ein LTPO-Display mit einer 1.920-Hertz-Pulsweitenmodulation und verringert damit das Flackern, was die Augen der Nutzer entlasten soll.
 
Unter dem Display befindet sich zudem ein Ultraschall-Fingerabdrucksensor, der nicht nur technisch auf höchstem Niveau arbeitet, sondern auch in puncto Sicherheit einiges zu bieten hat. Im inneren des Magic4 Pro verrichtet der neueste Snapdragon 8 Gen-1-Prozessor von Qualcomm seinen Dienst, unterstützt von 8-GB-RAM und 256-GB internen Speicher.
 
Seine Energie bezieht das Magic4 Pro aus seinem 4.600-mAh starken Akku. Dieser kann kabelgebunden oder kabellos mit 100 Watt geladen werden. Das Honor Magic4 Pro lädt binnen 15 Minuten denn Akku auf 50% auf. Zudem ist das Smartphone nach IP68 Wasser- und Staub-geschützt.

Kamera

Das Honor Magic4 Pro setzt auf eine Triple-Kamera mit einem 50 Megapixel Weitwinkel, einer 64 Megapixel Teleoptik mit 3,5-fachem Zoom und einem 50 Megapixel Ultraweitwinkel. Das Gerät soll dank der sogenannten Ultra-Fusion-Photography-Technologie die Daten aller drei Objektive kombinieren können, um hochwertigere Bilder zu liefern. Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit, Videos in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) mit 60 fps aufzunehmen und 10-Bit-LOG-Daten zu verwenden.

Preis & Verfügbarkeit

Der offizielle Verkaufsstart für das Magic4 Pro ist am 31. Mai 2022. Das Smartphone kann jedoch bereits ab dem 24. Mai für 1.099 Euro vorbestellt werden. Vorbesteller erhalten von Honor im Aktionszeitraum vom 24. Mai bis zum 30. Mai eine Honor Watch GS3 und das kabellose 100 Watt Ladegerät kostenfrei dazu. Somit kann man mit den Gratis-Zugaben schon einmal 398 Euro fürs Zubehör sparen.

ACHTUNG – Telefonbetrug!

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ACHTUNG – Betrüger rufen zurzeit automatisch Menschen an, um an Ihre persönlichen Daten zu kommen. Wie der Autor dieses Artikels in den letzten beiden Tagen selbst erfahren hat, rufen Telefonbetrüger derzeit automatisiert Menschen an und geben vor, von Europol und im anderen Fällen der Polizei zu sein.
 
Eine englischsprachige Computerstimme gibt hierbei vor, einen im Auftrag der Sicherheitsbehörden zu kontaktieren, da persönliche Daten in Gefahr sein. Die Roboterstimme fordert den Angerufenen auf, die „1“ zu drücken, um mit einem „Officer“ verbunden zu werden, um mehr zu erfahren.
 
Der Autor selbst hat am gestrigen Mittwoch und heut je einen solchen Anruf von verschiedenen Mobilfunknummer mit den Vorwahlen 0160 bzw. 0162 auf seinem persönlichen Mobilfunkanschluss erhalten. Die Angezeigten Rufnummer sind nicht echt (nicht vergeben) und wechseln von Mal zu Mal, sodass diese sich auch nicht einfach blockieren lassen.
 
Die Polizei warnt in einer Pressemitteilung, dass die Betrüger so versuchen, Informationen über die persönlichen und finanziellen Verhältnisse der Leute zu sammeln (auch „Social Engineering“ genannt, anm. d. R.), um die Daten später für weitere Straftaten nutzen zu können. In seltenen Fällen gibt es aber auch direkte Versuche, die Angerufenen zur Überweisung von Geld oder zur persönlichen Übergabe von Bargeld zu bewegen.

Die Polizei rät auflegen!

Solche Telefonate IMMER SOFORT zu beenden! Lassen Sie sich auf keinen Fall Gespräche ein und drücken sie keine Nummern auf ihrem Telefon, wenn sie hierzu aufgefordert werden. Teilen Sie auch niemals Personalien oder Bankverbindungen am Telefon mit. Im Zweifel wählen Sie die „110“. Zudem hilft es der Polizei bei den Ermittlungen, wenn man die anrufende Telefonnummer auf der Internetwache zur Anzeige bringt.

Programmierbarer Quantensensoren

Forscher der Universität Innsbruck haben nach eigenen Angaben den ersten programmierbaren Quantensensor entwickelt und im Labor getestet. Dazu wandten sie eine Methode aus der Quanteninformationsverarbeitung auf Messprobleme an. Dieses Verfahren eröffnet die Möglichkeiten von Quantensensoren, deren Genauigkeit an die Grenzen der Naturgesetze heranreicht.

Messproblem behoben

Der Variationsquantenalgorithmus beschreibt eine Quantengatterschaltung, die auf freien Parametern beruht. Durch Optimierungsroutinen findet der Sensor individuell die optimalen Einstellungen für optimale Ergebnisse.

„Wir haben diese Methode auf metrologische Probleme angewendet“,

sagten die Forscher Denis Vasilyev und Raphael Kaubrügger.

Ein neues Verfahren erlaubt es, Quantensensoren dahingehend zu optimieren, dass sie die technisch höchstmögliche Genauigkeit erreichen. Innsbrucker Forscher haben mit ihrer Methode die exakte Kombination aus Quantenzustand und Messung für einen Quantensensor geschaffen. Auf diese Weise kann mit leicht erhöhtem Aufwand die Genauigkeit des Sensors nach den Naturgesetzen so nah wie möglich an das Optimum herangeführt werden. Physiker führten Frequenzmessungen an eingeschlossenen Quantencomputern auf der Grundlage variabler Quantenberechnungen durch.

Gute Ergebnisse

Der Versuchsaufbau ist nicht perfekt, aber die Ergebnisse passen überraschend gut zu den theoretisch vorhergesagten Werten. Da solche Simulationen nicht bei allen Sensoren möglich sind, nutzten die Forscher Verfahren, die ohne Vorkenntnisse automatisch die Parameter optimieren.

„Ähnlich wie maschinelles Lernen finden programmierbare Quantencomputer auf einzigartige Weise den besten Modus für Präzisionssensoren“,

erklärt Experimentalphysiker Thomas Feldkar.

Spam: Deep Learning verbessert Spam-Erkennung

Informatiker des indischen Sinhgad Institute of Technology Lonavala haben eine neue Technik zur automatischen Erkennung von Spam-E-Mails entwickelt. Sie könnte dazu beitragen, die Sicherheit der Benutzer zu verbessern, denn Spam wird nicht nur zu Werbezwecken verschickt. Oft enthalten sie Schad-Software und wird zum Abgreifen von Daten (Phishing) genutzt.

Neue Deep-Learning-Technik

Das von Vikas Samarthrao Kadam und seinen Kollegen entwickelte Verfahren basiert auf einer multi-objektiven Merkmalsauswahl und auf einem „adaptive capsule network“, einer neuen und vielversprechenden Deep-Learning-Technik. Im Gegensatz zu anderen zuvor entwickelten Methoden wurde das Modell sowohl mit Bild- als auch mit Textdatensätzen trainiert. Bei ersten Tests haben Kadam und seine Kollegen herausgefunden, dass das Verfahren Spam-E-Mails mit größerer Genauigkeit erkennt als andere bestehende Methoden.

„Die Spam-Erkennung ist unerlässlich, da sie das Vertrauen des Käufers in die Online-Shops aufrechterhalten kann“,

so Vikas Samarthrao Kadam.

In den vergangenen Jahren haben Informatiker immer fortschrittlichere Rechenmodelle entwickelt, um Spam-E-Mails automatisch zu erkennen. Um eine gute Leistung zu erbringen, müssen die meisten dieser Modelle jedoch mit einer Vielzahl von E-Mail-Datensätzen trainiert werden, die von Menschen als „Spam“ gekennzeichnet sein müssen. Das sorgt für lange Übungszeiten.

Höhere Effizienz der Klassifizierung

„Unser Modell reduziert die Trainingszeiten und führt zu einer höheren Effizienz der Klassifizierung“,

verspricht Vikas Samarthrao Kadam.

Das Verfahren sei mit einer Vielzahl von Diensten kompatibel, darunter Gmail, Yahoo Mail und Outlook, muss allerdings noch weiterentwickelt werden, heißt es. Die Falsch-Positiv-Rate sei noch zu hoch. Es werden also noch zu viele „gute“ E-Mails als Spam qualifiziert und dem Empfänger vorenthalten.

Es geht zulasten der Kommunikationssicherheit, wenn wichtige E-Mails irrtümlich dem Empfänger vorenthalten werden. Es empfiehlt sich also, hin und wieder einen Blick in den Spam-Ordner zu werfen und sich nicht allein auf die Technik zu verlassen.

Smarte Hardware weltweit auf dem Vormarsch

 
Die Infografik von Statista zeigt, dass smarte Hardware weltweit auf dem Vormarsch ist. Laut der Schätzung sind seit dem Jahr 2018 rund 131 Millionen smarte Lautsprecher im Einsatz. Bis 2026 werden es schätzungsweise 300 Millionen Geräte dieser Art sein. Ein ähnliches Wachstumsmuster ist bei smarten Sicherheitskameras und Haushaltsgeräten zu beobachten. Es wird erwartet, dass sich der Umsatz im Segment smarter Hardware im Jahr 2022 auf 7,77 Milliarden Euro beläuft und mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 6,43 % (CAGR 2022-2027) wächst, was zu einem Umsatz von 10,61 Milliarden Euro im Jahr 2027 führt. Im weltweiten Vergleich wird erwartet, dass China den größten Anteil des Umsatzes in diesem Markt generieren wird.
 
Der Smart-Home-Bereich ist ein schnell wachsender Markt, der den Statista-Analysten zufolge von der B2C-Nachfrage getrieben wird. Das Domizil ist im Zuge der COVID-Pandemie noch mehr in den Mittelpunkt des Lebens gerückt. Immer mehr Menschen wollen ihr Zuhause digitalisieren, mit Sprachsteuerung ausstatten oder zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen treffen – und das alles mit IoT-Technologie. Dies hat den Smart-Home-Markt, wie auch andere Märkte, vor starken Umsatzeinbrüchen während des Wirtschaftsabschwungs im Jahr 2020 geschützt. Daher ist der COVID-Effekt auf die Marktgröße nicht so prägend wie in anderen Märkten.

Intel siedelt in Magdeburg an

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Die Ambitionen der Europäischen Kommission sind groß. Bis 2030 soll Europas Halbleiterproduktion 20 Prozent der weltweiten Produktion ausmachen. Dieses Ziel entspricht Schätzungen zufolge einer Vervierfachung des heutigen Volumens.

Nach Wochen und Monaten intensiver Gespräche zwischen dem weltweit zweitgrößten Halbleiterhersteller Intel, der Europäischen Kommission sowie Vertretern europäischer Nationalstaaten gibt Intel nun seine Investitionsentscheidung in Europa bekannt.

Die größte Investition tätigt Intel in den Aufbau eines weiteren Produktionsstandortes innerhalb der EU. Als Standort gab Intel heute die Geburtsstadt des Erfinders und Entdeckers Otto von Guericke bekannt: Sachsen-Anhalt Landeshauptstadt Magdeburg

Das Investment soll dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Halbleiterindustrie auszubauen sowie die technologische Souveränität der EU nachhaltig zu stärken. Der Verband Silicon Saxony e. V. begrüßt die Entscheidung von Intel und kommentiert diese wie folgt:

„Das ist ein grandioser Gewinn für Europas führenden Hightech-Cluster Silicon Saxony sowie alle Mitglieder unseres Branchenverbandes. Im Städtedreieck Magdeburg, Erfurt/Jena und Dresden produzieren GlobalFoundries, Infineon, Bosch, X-Fab, Siltronic, ZEISS, Jenoptik und demnächst Intel. Die Akteure ergänzen sich in ihren Fähigkeiten und Kompetenzen. Dies festigt substanziell den technologischen Führungsanspruch von Silicon Saxony in Europa, aber auch im internationalen Wettbewerb. Über das Investment von Intel werden die Unternehmen der Region ‚Silicon Saxony‘ noch stärker zusammenwachsen. Vor allem die Mittelständler, die als Zulieferer direkt vor ihrer Haustür Intel beim Aufbau der Produktion unterstützen werden, sind die großen Gewinner. Zusätzlich eröffnet unser Mitglied Intel neue Perspektiven für eine Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung. Auch hinsichtlich internationaler Fachkräfte wird die Region Silicon Saxony profitieren und weiterwachsen“.

So Dirk Röhrborn, Vorstandsvorsitzender des Silicon Saxony e. V.

Das BSI warnt vor dem Einsatz von Kaspersky-Produkten

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt nach §7 BSI-Gesetz vor dem Einsatz von Virenschutzsoftware des russischen Herstellers Kaspersky. Das BSI empfiehlt, Anwendungen aus dem Portfolio von Virenschutzsoftware des Unternehmens Kaspersky durch alternative Produkte zu ersetzen.

Antivirensoftware, einschließlich der damit verbundenen echtzeitfähigen Clouddienste, verfügt über weitreichende Systemberechtigungen und muss systembedingt (zumindest für Aktualisierungen) eine dauerhafte, verschlüsselte und nicht prüfbare Verbindung zu Servern des Herstellers unterhalten. Daher ist Vertrauen in die Zuverlässigkeit und den Eigenschutz eines Herstellers sowie seiner authentischen Handlungsfähigkeit entscheidend für den sicheren Einsatz solcher Systeme. Wenn Zweifel an der Zuverlässigkeit des Herstellers bestehen, birgt Virenschutzsoftware ein besonderes Risiko für eine zu schützende IT-Infrastruktur.

Das Vorgehen militärischer und/oder nachrichtendienstlicher Kräfte in Russland sowie die im Zuge des aktuellen kriegerischen Konflikts von russischer Seite ausgesprochenen Drohungen gegen die EU, die NATO und die Bundesrepublik Deutschland sind mit einem erheblichen Risiko eines erfolgreichen IT-Angriffs verbunden.

Ein russischer IT-Hersteller kann selbst offensive Operationen durchführen, gegen seinen Willen gezwungen werden, Zielsysteme anzugreifen, oder selbst als Opfer einer Cyber-Operation ohne seine Kenntnis ausspioniert oder als Werkzeug für Angriffe gegen seine eigenen Kunden missbraucht werden.

Alle Nutzerinnen und Nutzer der Virenschutzsoftware können von solchen Operationen betroffen sein. Unternehmen und Behörden mit besonderen Sicherheitsinteressen und Betreiber Kritischer Infrastrukturen sind in besonderem Maße gefährdet. Sie haben die Möglichkeit, sich vom BSI oder von den zuständigen Verfassungsschutzbehörden beraten zu lassen.

Unternehmen und andere Organisationen sollten den Austausch wesentlicher Bestandteile ihrer IT-Sicherheitsinfrastruktur sorgfältig planen und umsetzen. Würden IT-Sicherheitsprodukte und insbesondere Virenschutzsoftware ohne Vorbereitung abgeschaltet, wäre man Angriffen aus dem Internet möglicherweise schutzlos ausgeliefert.

Der Umstieg auf andere Produkte ist mit vorübergehenden Komfort-, Funktions- und Sicherheitseinbußen verbunden. Das BSI empfiehlt, eine individuelle Bewertung und Abwägung der aktuellen Situation vorzunehmen und dazu gegebenenfalls vom BSI zertifizierte IT-Sicherheitsdienstleister hinzuzuziehen.